Nicholas Oldroyd über 3D-Konfiguration bei MOEBE: Modulare Komplexität zu einem nahtlosen Kundenerlebnis machen

INTERVIEW: Die Geschichte von MOEBE beginnt in Kopenhagen, geprägt von architektonischem Denken, handwerklichem Können und einer minimalistischen, modularen Designphilosophie. Gegründet von zwei Architekten und einem Tischler, entwickelt das Studio aus Kopenhagen vielseitige Möbel, die sich an unterschiedliche Räume und Lebensstile anpassen, mit eigener Produktion in ganz Europa. Von Bilderrahmen bis hin zu Regalsystemen legt MOEBE in jedem Produkt Wert auf Einfachheit, Anpassungsfähigkeit und Nachhaltigkeit.


Doch wie lässt sich diese modulare Denkweise in eine digitale Welt übertragen, in der Kundinnen und Kunden Möbel online erkunden, konfigurieren und visualisieren möchten? In unserem Gespräch mit Nicholas Oldroyd, Mitgründer und Kreativdirektor von MOEBE, erfahren wir, warum die Marke früh auf 3D-Konfiguration setzte, wie der Roomle 3D-Konfigurator komplexe modulare Systeme intuitiv und greifbar macht und warum digitale Tools heute zentral sind, um sowohl Endkundinnen und -kunden als auch Handelspartnern Klarheit, Vertrauen und Inspiration zu bieten. Dieses Q&A zeigt MOEBEs Ansatz, skandinavische Designprinzipien mit digitaler Innovation zu verbinden, um ein nahtloses und ansprechendes Kundenerlebnis zu schaffen.

Miriam Gasperl, 17.03.2026

IInterviewpartner: Nicholas Oldroyd, Mitgründer & Kreativdirektor, MOEBE

Interview:

MOEBE bietet eine Reihe hochgradig modularer, minimalistischer Produkte an, die dem Prinzip „Weniger ist mehr“ folgen. Was hat Sie inspiriert, diese Vision mit einem 3D-Möbelkonfigurator zum Leben zu erwecken?

Genau das war unsere Herausforderung. MOEBE begann als Designstudio, geführt von zwei Architekten und einem Tischler. Unser Fundament war immer gutes Design und nicht die disruptive Veränderung der Möbelbranche. Wir starteten mit kleinen, komponentenbasierten Produkten, wie einem Bilderrahmen aus Holzleisten, die mit einem Gummiband zusammengehalten werden. Schön in seiner Einfachheit, vielseitig und leicht zu reparieren oder zu recyceln.

Mit zunehmender Modularität unserer Möbel – etwa bei Regalsystemen, erweiterbaren Betten und anpassbaren Sofas – wuchs auch die Komplexität. Um online verkaufen zu können, benötigten wir den Roomle 3D-Konfigurator: intuitiv, visuell und flexibel genug, um alle Möglichkeiten zu zeigen. Er ist nicht nur ein Feature, sondern essenziell, um modulare Komplexität in Klarheit zu verwandeln.

Können Sie MOEBEs Designphilosophie erklären?

Komponenten stehen im Mittelpunkt. Sie machen Produkte anpassbar, nachhaltig und langlebig. Regalböden können in beliebiger Höhe platziert werden, und Tischbeine passen sich unebenen Böden an. Betten lassen sich mit demselben Rahmen von 90 auf 180 Zentimeter erweitern.

Das komponentenbasierte Design gibt den Kundinnen und Kunden Kontrolle. Sie können mixen und anpassen, erweitern oder verkleinern, reparieren oder recyceln. Aber diese Flexibilität bringt auch Komplexität mit sich. Deshalb ist der 3D-Konfigurator so wichtig: Er verwandelt endlose Möglichkeiten in leicht verständliche Entscheidungen.

Wie war die erste Reaktion auf den Konfigurator?

Ehrlich gesagt, waren die Reaktionen der Kundinnen und Kunden anfangs unterschiedlich.
Während einige sofort Freude daran hatten, verschiedene Konfigurationen zu erkunden, benötigten andere etwas Zeit, um sich zurechtzufinden.
Wir haben iteriert, um intuitives Design mit Präzision auszubalancieren.
Im Laufe der Zeit wurde er zum Kernstück unseres Online-Verkaufs, insbesondere bei komplexen modularen Produkten.

Wie funktioniert es in der Praxis?

Kundinnen und Kunden können vordefinierte Sets erkunden oder vollständig individualisieren.
Etwa 30–40 % konfigurieren eigenständig und nutzen Augmented Reality, um Möbel in ihrem Raum zu visualisieren.
Die anderen 60–70 % der Online-Regalverkäufe erfolgen über Beratungen. Der Konfigurator ermöglicht es unserem Team, einen konsistenten Verkaufsprozess bereitzustellen, die Nutzerinnen und Nutzer durch den Konfigurator zu führen und gemeinsam Module, Regalhöhen und Layouts anzupassen.

Diese Kombination steigert Engagement, Conversion und Vertrauen in den Kauf.

Welche Auswirkungen hatte der Konfigurator auf Ihr Geschäft?

Enorme. Der E-Commerce macht inzwischen fast die Hälfte unseres Umsatzes aus, wobei Regale – ideal für die Nutzung des Konfigurators – einen entscheidenden Beitrag leisten.
In unseren Hauptmärkten, darunter Dänemark, Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Japan, genießen Kundinnen und Kunden dieselbe konsistente und ansprechende Oberfläche.

Was hat Sie nach dem Launch am meisten überrascht?

Die größte Überraschung? Wie nahtlos Kundinnen und Kunden sich an den 3D-Konfigurator angepasst haben. Einige stiegen direkt ein und experimentierten mit jedem Modul und jeder Konfiguration. Andere bevorzugten etwas Anleitung. Zu sehen, dass beide Ansätze so natürlich funktionieren, zeigte uns, dass intuitives Design und menschliche Unterstützung sich wirklich ergänzen können und Neugier in selbstbewusste Kaufentscheidungen verwandeln.

Wie interagieren Händler mit dem Konfigurator?

Kleinere Handelspartner nutzen ihn, um Preislisten und Designideen zu erstellen. Unsere Top-30-Konten verlassen sich oft auf Direktvertrieb und sind daher weniger abhängig. Dennoch könnte die Einbindung weiterer Händler in den Roomle 3D-Konfigurator den Verkauf in allen Märkten vereinfachen.

Wohin entwickelt sich MOEBE mit Konfiguratoren?

Wir prüfen die Integration von Raumplanung für Projektkunden wie Hotels und Restaurants. Neue Kategorien wie Kleiderschränke, Café-Tische und Stühle könnten ebenfalls vom Konfigurator profitieren.
Unsere Philosophie bleibt: komponentenbasiertes Design, intuitive digitale Tools und nutzerorientierte Erfahrung.

Welchen größten Fehler machen Möbelmarken beim Einstieg ins Digitale?

Die Komplexität zu unterschätzen. Wenn Produkte modular oder anpassbar sind, reicht eine Standard-Website nicht aus. Kundinnen und Kunden benötigen Orientierung, klare Visualisierungen und Vertrauen vor dem Kauf.
Ein Konfigurator ist kein „Nice-to-have“, sondern essenziell für moderne Möbel.

Vielen Dank, Nicholas Oldroyd, für das Interview und die wertvollen Einblicke in MOEBEs Verbindung von modularer Handwerkskunst, digitaler Innovation und intuitivem Wohnen.

Probieren Sie es selbst aus!

Lassen Sie sich inspirieren und testen Sie den Konfigurator direkt.

Mehr über den MOEBE-Anwendungsfall erfahren

Nachdem Sie erfahren haben, wie MOEBE Design und Individualisierung angeht, stellt sich die nächste Frage: Wie sieht das in der Praxis eigentlich aus?


Ihre Herausforderung war klar: Eine hochgradig modulare, komponentenbasierte Produktphilosophie in die digitale Welt zu übertragen, ohne die Einfachheit zu verlieren. Mit dem Roomle 3D-Konfigurator schuf MOEBE ein Erlebnis, bei dem Kundinnen und Kunden selbst die komplexesten Konfigurationen intuitiv erkunden, anpassen und in Echtzeit visualisieren können.


Von interaktiver Planung auf jedem Gerät bis hin zur direkten Platzierung von Möbeln im eigenen Raum per AR – das Ergebnis ist mehr als nur ein Tool, es ist eine neue Art, Design zu erleben.


Die vollständige Story zeigt, wie MOEBE skandinavische Handwerkskunst mit digitaler Innovation kombiniert, um Komplexität zu vereinfachen, Engagement zu steigern und ein nahtloses Kauferlebnis in globalen Märkten zu schaffen.
Entdecken Sie den gesamten Anwendungsfall und sehen Sie, wie modulares Design wirklich greifbar wird.